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Demenz auch am Verhalten erkennen. Reizbarkeit und Verdächtigungen sind typisch

22. August 2022

Bei Demenz denkt man als erstes an zunehmende Vergesslichkeit. Dies ist zwar ein wichtiges Kennzeichen, doch meist treten am Anfang der Erkrankung auch schon weitere Verhaltensauffälligkeiten wie z. B. Reizbarkeit auf. Diese sind besonders für nahe Angehörige frustrierend. Ein Verständnis für die Symptome der Krankheit hilft bei der Bewältigung der ersten Phase der Demenz.

Stress kann Aggressionen auslösen
Als erstes verlieren Betroffene zunehmend die Merkfähigkeit, und besonders das Kurzzeitgedächtnis ist beeinträchtigt. Lange zurück liegende Ereignisse oder erlernte Fähigkeiten bleiben zunächst noch erhalten. Nach und nach kommen auch Probleme mit Aufmerksamkeit, Denkvermögen, Orientierung und Sprache dazu. Die emotionale Steuerung ist beeinträchtigt: Erkrankte sind leichter reizbar, reagieren auf Stress oder Änderungen im Alltag mit Aggression. Auch Vorwürfe und Verdächtigungen gegen nahestehende Personen treten auf.

Typische emotionale Schwierigkeiten deuten
Einige Warnsignale können eine Demenz anzeigen:

  • Unruhe (z. B. auch Umher- oder Hinterherlaufen)
  • Rückzug und depressive Symptome
  • Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Misstrauen
  • Stimmungsschwankungen
  • ständiges Fragen
  • Vorwürfe und Verdächtigungen
  • Aggressivität
  • Abstreiten von Fehlern und Irrtümern

Was Angehörige tun sollten
Als erstes sollte man Betroffene einem Facharzt vorstellen, damit schnellstmöglich die richtige Diagnose erfolgen und die Behandlung einsetzen kann. So kann eine rasche Verschlechterung oft hinausgezögert werden (vgl. Alzheimer). Angehörige sollten zudem sogenannte Angehörigenberatungsstellen aufsuchen, um zu lernen, auch mit den emotionalen Schwankungen der Erkrankten umzugehen. Routine im Alltag ist für Betroffene sehr wichtig.

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